Buchbinderausbildung im FHBK
In frühen Jahren war es fast ausschließlich das Buch, das vom Buchbinder handwerklich und später mit vielfältiger maschineller Unterstützung gefertigt wurde. Das Spektrum der Arbeitsprozesse hat sich mittlerweile erheblich erweitert. Das Buch ist nur noch eines von vielen Erzeugnissen, die durch die Hand des Buchbinders entstehen. Entsprechend angepaßt teilt sich der Ausbildungsberuf des Buchbinders in die mehr handwerklich orientierte Fachrichtung Einzel- und Sonderfertigung und die mehr industriell orientierten Fachrichtungen Druckweiterverarbeitung (Serie) und Buchfertigung (Serie). Die schulische Ausbildung sieht im ersten Ausbildungsjahr eine allgemeine Berufsgrundbildung vor. Erst im dritten Ausbildungsjahr unterscheiden sich die Unterrichtsinhalte entsprechend der drei Fachrichtungen und auch die Abschlußprüfung beinhaltet Unterschiede, welche die spezielle Fachrichtung widerspiegeln. Ausstattung der Räume für den Fachunterricht: Ein entsprechend ausgerüsteter Fachraum steht für Unterrichtseinheiten mit überwiegend manuellem Anteil wie Heft- und Klebetechniken, Einzelfertigung von Broschuren und Büchern zur Verfügung. Hier kommen Maschinen und Geräte zum Klebebinden, Spiralieren, Papierbohren, Perforieren und Rillen zum Einsatz. Natürlich werden auch traditionelle Ausstattungstechniken wie Handvergoldung, Titelprägung oder die verschiedenen Techniken zur Herstellung handgefertigter Buntpapiere ins unterrichtliche Geschehen eingebettet.
Zwei weitere Räume bieten die Möglichkeit, Lernfelder aus dem Bereich der Serienfertigung mit umfangreicher maschineller Ausrüstung abzuhandeln.


