Klassenfahrt der Drucker/Siebdrucker Mittelstufe nach Hamburg
Klassenfahrt der Drucker/Siebdrucker Mittelstufe nach Hamburg - Ein Reisebericht
Unsere Klassenfahrt startete am Sonntagmorgen um 9.25 Uhr am Dortmunder Hauptbahnhof. Wir erreichten unsere Jugendherberge am Stintfang, die hoch über den Landungsbrücken in Hamburg liegt, um ca. 13 Uhr. Nun hatten wir ca. zwei Stunden Zeit, unsere Zimmer zu beziehen, die Taschen auszuräumen und uns frisch zu machen.
Danach ging es direkt durch den 1907 fertig gestellten, alten Elbtunnel, den wir zu Fuß erkundeten. Zusammen gingen wir anschließend zum Sankt-Pauli-Stadion am Millerntor und zur Reeperbahn. Einem starken Regenschauer konnten wir zum Glück an der U-Bahn-Station Millerntor ausweichen.
Um 18 Uhr besuchten wir eine Ausstellung: „Dialog im Dunkeln“. Auf dem Weg dorthin hatten wir leider nicht so viel Glück wie noch am Nachmittag. Das Wetter änderte sich schlagartig. Keiner von uns Schülern hatte einen Schirm dabei, so dass wir alle klatschnass wurden. Nur die Lehrer waren schlauer, aber selbst die wurden trotz Schirm und Mütze kräftig nass.
Bei der Führung in völliger Dunkelheit waren wir auf unser Gehör und unsere Stimmen angewiesen, denn sehen konnten wir nichts. Geleitet wurde die Führung von einem Sehbehinderten, der uns in den einzelnen Räumen Hilfestellung bot. Unsere Klasse war sehr erstaunt, wie schwierig es war, ohne etwas zu sehen verschiedene Dinge zu erledigen wie z.B. ein Getränk zu bestellen, durch einen Wald zu gehen oder eine Bootsfahrt zu machen. Dennoch war es für alle super und wir können „Dialog im Dunkeln“ nur weiterempfehlen.
Am Montag besuchten wir die Verpackungsfirma H.O. Persiehl in Norderstedt. Hier bekamen wir detaillierte Einblicke in die Herstellung von Lebensmittelverpackungen, deren Weiterverarbeitung und Lagerung. Die Druckerei ist ausgestattet mit mehreren Großformat-Bogenoffsetmaschinen, einer Bogentiefdruckmaschine, einer Rollenoffsetmaschine, zahlreichen Stanzautomaten und Heißfolienmaschinen. Während der dreistündigen Führung konnten wir auch Einiges über die Anforderungen an Lebensmittelfarben erfahren. Alles in allem war der Besuch sehr aufschlussreich.
Als wir auf dem Weg zurück waren, war die Klasse noch interessiert, etwas zu unternehmen, jedoch waren die Lehrer sehr erschöpft und mussten sich eine Weile ausruhen. So trennten wir uns am Jungfernstieg und erkundeten die Innenstadt. Am späten Nachmittag waren sie wieder fit und sogar in der Lage, das Wahrzeichen Hamburgs, die Kirche St. Michaelis, zu besteigen. Die Aussicht von dort ist unbeschreiblich. Man muss es einmal selbst gesehen haben.
Da das Wetter zum Abend hin sehr schön wurde, nutzten wir die Chance zu einer Bootstour über die Elbe und durch den Hamburger Hafen. Wir sahen die Docks und einige der riesigen Containerschiffe, die dort beladen wurden. Der Abend endete mit einem schönen Sonnenuntergang.
Am nächsten Morgen war die Klasse wieder topfit und motiviert. Uns blieb nun etwas Zeit, ein paar Einkäufe zu tätigen oder den Blick auf den Hamburger Hafen von der Steinmauer vor der Jugendherberge zu genießen.
Anschließend fuhren wir zur Axel Springer AG nach Ahrensburg. Dort wurden wir vom Referenten des Konzerns, Herrn Kröger empfangen. Dieser gab uns zunächst eine interessante Einführung in die Entstehungsgeschichte des Konzerns und erläuterte die wesentlichen Unterschiede zwischen Zeitungen und Zeitschriften. Danach führte er uns durch die Tief- und die Offsetdruckerei. In der Tiefdruckerei konnten wir einen Rollenwechsel beobachten. Beeindruckend war für uns auch die Größe der Tiefdruckzylinderherstellung, in der die Zylinder beschichtet, graviert und entschichtet wurden. Nach der Besichtigung des Kaminlagers sahen wir noch das vollautomatische Papierlager für den Rollenoffsetdruck und die automatische LKW-Entladestation sowie die CTP-Vorstufe. Insgesamt nahm sich Herr Kröger über drei Stunden Zeit für uns, so dass wir einen wirklich guten Überblick über diesen Betrieb bekommen konnten.
Nach der Rückkehr in die Jugendherberge ließen wir die Klassenfahrt gemeinsam im Bistro der Jugendherberge ausklingen. Am anderen Morgen ging es nach dem Räumen der Zimmer zurück mit dem IC nach Dortmund, wo die Klassenfahrt gegen 13 Uhr mit der Ausgabe der Jahreszeugnisse endete.
Thorsten Milde, Drucker Mittelstufe
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