Klassenfahrt nach Wien
Mozartkugeln nach dem Zähneputzen
Als sie sich etwas übernächtigt nach 15 Stunden im Bus am Maifeiertag in alle Winde zerstreuten, war von den Ausflüglern der FOS 12 überwiegend Zufriedenheit in die müden Gesichter geschrieben: Wien, vielleicht nicht so günstig wie das sonst so oft angesteuerte Ziel Prag, war allemal eine Reise wert gewesen. Eine durch Vulkanasche verspätete, nun wie für Ruhrgebietler eigens veranstaltet erscheinende Vernissage hatte neben beeindruckenden Kunstwerken aus der deindustrialisierten Metropole Detroit wohlschmeckenden Rotwein zugänglich gemacht, die Apfel- und Topfenstrudel in den Wiener Traditionscafés boten für Auge und Gaumen Minuten köstlicher Erholung nach den strapaziösen Rundgängen durch die kaiserlichen Schlösser und Paläste, auch das Angebot im atemberaubenden Museumscafé des Kunsthistorischen Museums entschädigte für die Reizüberflutung, die die zahllosen Breughels, Rubens' und Arcimboldos erzeugten. Wiener Schnitzel und andere böhmische Spezialitäten machten McDonalds erfolgreich Konkurrenz, die Disko im Prater erfreute mit großzügig offerierten Gratisgetränken für die weibliche Schülerschaft und wären die österreichischen Kellner etwas freundlicher aufgetreten, hätte die Idee von ein, zwei Gastsemestern an der Wiener Kunsthochschule noch schneller die Runde gemacht.
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